Spargelmuseum im alten Feuerwehrhaus

Nach langem Hin und Her mit der Politik wollen die Walbecker die Kosten für den Betrieb des Spargelmuseums in der alten Feuerwehrwache nun selbst stemmen. Im März soll der Betrieb anlaufen. Damit wurden die zähen Verhandlungen mit der Stadt Geldern eingestellt. Vorher wurde der Antrag der Walbecker für einen Zuschuß von 2400 Euro von einem in den anderen Ausschuß verschoben und letztlich im Dezember immer noch nicht darüber entschieden.

Da hatten die Walbecker offensichtlich die Nase voll und entschieden, dass sich Heimat- und Verkehrsverein, Spargelbaugenossenschaft und Invester Wolfgang Cürvers die Kosten von monatlich 500 Euro für die Pacht des alten Feuerwehrhaus teilen.

Das Verständnis für das Verhalten der Politik hält sich allerdings in Grenzen, immerhin wird mit dem Spargelmuseum eine weitere touristisch wertvolle Einrichtung in Walbeck Einzug halten, von der der Ort - und damit auch die Stadt Geldern - sicherlich profitieren werden. O-Ton Ortsbürgermeister Germes: “Das Spargelmuseum ist ein kleines Mosaiksteinchen auf dem Weg dahin, dass wir nicht weiter im Tourismus zurückfallen. Die Gaststätten profitieren doch auch davon. Das ist angewandte Wirtschaftsförderung.”

Das alte Feuerwehrhaus wird nun vom Heimat- und Verkehrsverein angemietet. Auf knapp 60 m² soll der Hauptraum des Spargelmuseums Platz finden. Weitere 28 m² kommen mit zwei kleinere Räumen hinzu. Platz finden sollen das Archiv des Heimat- und Verkehrsvereins sowie Ausstellungen zur Spargelzeit. Gezeigt werden sollen Werkzeuge und Pflüge sowie Kurzfilme über den Spargelanbau. Eventuell soll auf dem Vorplatz auch Spargel verkauft werden, selbst die Einrichtung eines Fahrradverleihs ist im Gespräch.

Inzwischen hat der Finanzausschuss dann doch beschlossen, die Zuschüsse für dieses und nächstes Jahr zu gewähren. Ortsbürgermeister Germes wird hierzu mit den Worten “Wir werden das Geld nicht annehmen” zitiert. Die Differenzen scheinen nicht wirklich ausgeräumt…

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