Walbecks neuer König

Schützenkönig Peter Eyckmann

Peter Eyckmann setzt sich beim Vogelschießen der Jungschützen durch

Die deutsche Nationalmannschaft spielte am Samstag 10.07.2010 in Walbeck allenfalls die zweite Geige.
Gegen 20:30 Uhr, beinahe pünktlich zum Anpfiff des Spiels um Platz drei, fiel der Vogel der Walbecker Jungschützen und alle Gäste auf dem Sportplatz durften ihren neuen König feiern.

Peter Eyckmann holte mit dem 685. Schuß den Vogel von der Stange. Zusammen mit seinen beiden Ministern Michael Keysers und Daniel Kremer zog der Hofstaat in die Kabine am Sportplatz um dort die neue Uniform anzulegen, die er nun zwei Jahre lang tragen wird.

Vorangegangen war dem Vogelschießen eine Andacht in der bei sommerlichen Höchsttemperaturen nur wenig kühleren Kirche St. Nikolaus Walbeck. Dort wurden die Anwesenden zu Zeugen einer Neuheit bei den Jungschützen in Walbeck. Erstmals zeichnete der Verein im Namen des Bundes der Schützen vier Mitglieder mit dem silbernen Verdienstkreuz aus. Andreas Schmidt, Frank Diebels, Christoph Hahn und Jörg Ingendae erhielten diese hohe Ehre für ihre Leistungen um den Verein. Insbesondere ihr Engagement für den Verbleib des Festzeltes beim Schützenfest im Ortskern war ausschlaggebend für den 1. Vorsitzenden Christian Luyven, diese Ehrung durchzuführen. Hans-Gerd Frerix, Bezirksbundesmeister des Bezirksverbandes Kevelaer, überreichte das Verdienstkreuz im Namen des Bundes der Schützen.

Unter heißer Sonne bei weit über 30°C zog der Schützenzug dann mit Trommlercorps und Musikverein zum Sportplatz. Schnell und zielsicher holten die anwesenden Schützen die am Vogel angebrachten Preise mit dem Gewehr herunter. Fast durchgänig wurde im Anschluß auf den Vogel geschoßen. Übrig blieb jedoch nur Peter Eyckmann, für den es kein Halten mehr gab, als er seinen Hofstaat zusammengestellt hatte. Den aufgestellten Fernseher mit der Übertragung des Spiels um Platz 3 der Fußballeweltmeisterschaft nahm kaum noch jemand war.

Zu dramatisch waren die letzten Minuten des Holzvogel, als dieser zwar immer mehr auseinanderbrach und große Teile zu Boden gingen, ein Rest jedoch auf der Stange hängen blieb. König ist nun mal nur der der es schafft, den Vogel „restlos“ abzuschießen. Irgendwann gab sich das Holz jedoch geschlagen und ehe der Rest auf dem Boden aufschlug, fand sich der neue König auch schon auf den Schultern seiner Untertanen wieder.

Bei der abschließenden Parade durfte sich der neue Hofstaat erstmal in Uniform zeigen und die Front des Vereins abschreiten.
Gefeiert wurde bis tief in die Nacht. Selbst der einsetzende Regen tat der Stimmung keinen Abbruch, sorgte er doch vielmehr für fast schon professionelle Tanzleilagen zu den Klängen von „Raining man“.

Der Hofstaat hat nun 12 Wochen Zeit sich auf die Kirmes im Oktober vorzubereiten.

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